|
|
|
 |
Die Fächer Psychologie,
Gemeinschaftskunde und Philosophie
|
|
Einst als Grundlage der westlichen
Schule angesehen, hat die humanistische Bildung
in der letzten Zeit den neuen Techniken und Anforderungen
des heutigen Lebens Platz gemacht. Angesichts
dessen sucht der humanistische Bereich der Schule
den Schülern die systematische Reflexion
über die wichtigsten Fragen des menschlichen
Lebens nahe zu bringen und ihnen so die grundlegenden
intellektuellen Instrumente des Infragestellens
der Realität immer feiner und tiefer greifend
zu vermitteln, womit sie das allgemein vorherrschende
Niveau und das stereotype Denken ihrer Umgebung
hinterfragen können. |
|
Hierfür sieht unser
Unterrichtsplan die drei klassischen Fächer
der humanistischen Bildung vor: Psychologie in
der 10. Klasse sowie Gemeinschaftskunde und Philosophie
in der 11. Klasse der Sekundaria. |
|
Welche Themen werden behandelt?
|
|
Die Psychologie wird definiert
als die Wissenschaft vom menschlichen Verhalten
und der inneren Erlebnisse, die sich auf die Psychologie
beziehen. Dieses Fach wird mit zwei Wochenstunden
das ganze Jahr hindurch unterricht. Es wird ein
besonderes Gewicht auf den wissenschaftlichen
Charakter der Psychologie gelegt, wobei man sich
während des ersten Halbjahrs auf die Problematik
der Sozialpsychologie und im zweiten Halbjahr
auf die Psychologie der menschlichen Entwicklung
konzentriert. Hierbei wird besonders auf die Thematik
der Pubertät, in der sich die Kinder gerade
befinden, gelegt. Themen wie das Lernen, die Funktionsweise
der Intelligenz, Sozialisierung, Umgang mit Gefühlen
und Problemen der Persönlichkeit fließen
-neben anderen Themen- in den theoretischen Rahmen
der menschlichen Entwicklung mit ein. |
|
Das Fach Gemeinschaftskunde
wird mit zwei Wochenstunden während des ersten
Halbjahrs, das Fach Philosophie mit zwei Wochenstunden
während des zweiten Halbjahrs der 11. Klasse
unterrichtet. Ersterer ist ausgerichtet auf das
Thema des wirtschaftlichen Wachstums. Hierbei
werden Perspektiven und Diskussionsmodelle angeboten,
die sowohl die Theorie der Anhäufung von
Kapital als auch die Theorie des Wachstumsausgleichs
berücksichtigen. So bietet die obligate Lektüre
von Klassikern wie Adam Smith, David Ricardo und
John Maynard Keynes den Schülern die Grundlage
für die Interpretation unserer wirtschaftlichen
Realität im Rahmen der Globalisierung. |
|
Und schließlich das
Fach Philosophie, welches eine privilegierte Ebene
zur Begegnung bietet. So gibt es den Schüler
die Gelegenheit, ihre eigene philosophische Reflexion
wieder zu entdecken und auch wiederzubewerten,
indem sie sich bewusst werden, dass sie mit ihren
grundlegenden Gedanken über die Menschheit
nicht alleine sind und diese sowohl mit ihren
Mitschülern, als auch mit den großen
westlichen Denkern teilen können. Basierend
auf dem Schema der Philosophie Kants und den vier
grundlegenden Fragen über das Leben (Was
weiß ich? Was kann ich erwarten? Was soll
ich tun? Was ist der Mensch?) und der Lektüre
einiger Texte der universellen Philosophie von
(Sócrates) Platón, Aristóteles,
Descartes, Kant, Hegel, Nietzsche, u.a., gewinnen
die Schüler ein neues Bewusstsein über
die Wichtigkeit und die Gültigkeit ihrer
eigenen Reflexion und entdecken dabei, dass ihre
Besorgnisse nicht nur von ihren Klassenkameraden,
sondern auch von den großen Meistern des
universellen Denkens geteilt werden. |
|
Wie ist die Vorgehensweise?
|
|
Unsere Arbeit inspiriert
sich in der Lehre des Sokrates und basiert auf
der Lektüre und der Analyse grundlegender
Texte, um dann zum Kommentar, der Kritik und dem
Infragestellen unserer tiefverwurzelten “Wahrheiten”
überzugehen. Wir versuchen, das Wissen, die
Ironie und die Kultur im allgemeinen, auch zu
verstehen als “Geistigen Nährboden”,
dem analytischen Denken und der eigenen Fragestellung
der Schüler zur Verfügung zu stellen,
damit diese ein besseres Verständnis der
Welt erlangen und so ihre Handlungsweise innerhalb
und hinsichtlich der Welt verfeinern können.
|
|
In den Fächern Psychologie
und Gemeinschaftskunde legen wir besonderen Wert
auf den wissenschaftlich-methodischen Charakter.
Hierbei lernen die Schüler alle Schritte
einer Forschung zu skizzieren und durchzuführen,
von der Formulierung der Fragestellung bis hin
zur Empfehlung bestimmter Handlungsweisen aufgrund
der erarbeiteten Ergebnisse. So lernen die Schüler,
Informationen zu erstellen und statistische Daten
auszuwerten, die theoretische Welt mit der konkreten
Wirklichkeit in Verbindung zu bringen, sowie Hypothesen
auf- und gegenüberzustellen mit spezifischen
Ergebnissen.
In diesem Kontext misst die Schule der Präzision
und der Ehrlichkeit bei der Quellenforschung und
dem Umgang des intellektuellen Eigentums ganz
besonders viel Bedeutung bei.
|
| |
Hinsichtlich
des Fachs Philosophie sind wir der Meinung, dass,
auch wenn diese Disziplin kein direktes berufliches
Interesse bei den meisten Schülern hervorrufen
wird, diese dennoch von Nutzen sein wird bei jedwelcher
Aktivität, die sie später einmal ausführen
werden. Jede Aktivität hat eine philosophische
Komponente in ihren Grundsätzen, ihrem Sinn
und ihrem Berufsethos. So lassen wir die Schüler
erkennen, dass diese philosophische Dimension
in jedem Tun eine der Grundlagen dieses Kurses
ist. |
|
In diesem
Sinne können wir zweifelsohne sagen, dass
diese drei Disziplinen, die zum humanistischen
Bereich gehören, sich auf eine lebendige
und reelle Art in den gesamtheitlichen Erziehungsprozess,
der in unserer Schule stets im Vordergrund steht,
integrieren.
|
|
|
|
|
|