|
|
|
 |
|
|
Der Religionsunterricht wird
verstanden als ein Dienst an den Schülerinnen
und Schülern, der ihre speziellen Lebenssituationen
beachten soll. Die spezielle Situation unserer
Schule besteht nun in der Tatsche, dass sie an
erster Stelle eine Begegnungsschule ist. Begegnung
von verschiedenen Kulturen, was nicht nur die
Sprache und die Sitten verschiedener Länder
betrifft, sondern auch und vor allem Begegnung
von Weltanschauungen, von gelebten Religionen.
Obwohl die Mehrzahl der peruanischen Bevölkerung
sich zum katholischen Glauben bekennt, besteht
doch auch schon – besonders in Lima –
eine Vielzahl von Religionen und Religionsgruppen. |
|
Die Aufgabe des Religionsunterrichtes
ist es nun, in einer Zeit von wachsender Orientierungslosigkeit
hinsichtlich dieser Vielfalt dem Einzelnen einen
Wegweiser mitzugeben. |
|
Er will den jungen Menschen
helfen, eine Antwort auf die Lebensfragen „Woher?
– Wohin? – Warum?“ zu erhalten,
sich in ihrer eigenen Religion zurechtzufinden
und so Orientierung und Halt zu finden. Die großen
Werte wie Liebe, Vertrauen, Wahrhaftigkeit und
Verantwortung für sich selbst und füreinander
u.a. werden auf verschiedene Weise durch die Schuljahre
hindurch thematisiert, um so dem Schüler
zu helfen, eine Grundlage für das spätere
Leben zu schaffen. |
|
An erster Stelle soll der
Schüler sicherlich - durch die Beschäftigung
mit der Bibel - die eigene Religion kennen lernen
und sich als verantwortliches Mitglied seiner
Kirche sehen, aber ebenfalls soll er über
den Rand seiner eigenen Welt hinaus auch andere
Religionen schätzen lernen, um sich so in
Toleranz und gegenseitiger Wertschätzung
zu üben und einem krankhaften Fundamentalismus
vorzubeugen. |
|
Aus diesem Grund nimmt der
Religionsunterricht unter den anderen Fächern
sicher eine Sonderstellung ein, da sowohl Leistung
als auch - in höherem Grade als sonst - die
Persönlichkeit jedes einzelnen Schülers,
sein Glaubensleben und seine Einbindung in die
Gemeinschaft gefördert wird.
|
|
|
|
|
|