Informationen zum Studium in Deutschland
Welche Möglichkeiten des Studiums in Deutschland gibt es?
Universitäten
Die 118 in Deutschland bestehenden Universitäten und Technischen Universitäten sind in der Verbindung von Forschung und Lehre vorwiegend methodisch und theorieorientiert ausgerichtet. Die Studiendauer beträgt in den meisten Fächern im Durchschnitt 5 Jahre (10 Semester): Abschlüsse: Diplom (bei naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen), Magister (bei geisteswissenschaftlichen Studiengängen) und Staatsexamen (Medizin, Jura, Lehramt).
Nach den 1999 in Bologna getroffenen europäischen Vereinbarungen werden derzeit zunehmend internationale Studienabschlüsse eingeführt: Bachelor (in der Regel nach 3 Jahren Studium) und Master (in der Regel nach 2 auf das Bachelorstudium hin folgenden Studienjahren: entspricht dem traditionellen Diplom bzw. Magisterabschluss).
Zum Teil werden hier auch Studiengänge in englischer Sprache angeboten.
Eine Promotion ist mit allen Abschlüssen möglich außer Bachelor.
Fachhochschulen:
An den 153 deutschen Fachhochschulen ist ein berufsbezogenes, anwendungsorientiertes Studium möglich, ausgerichtet vorwiegend auf Technik, Soziales und Wirtschaft. Die Studiendauer beträgt durchschnittlich 4 Jahre (8 Semester, davon 2 Praxissemester);
Abschluss: Diplom (FH), z.T. je nach Studienfach auch Bachelor und Master möglich.
Berufsakademien:
Hier findet eine praktische Ausbildung in der Ausbildungsstätte verbunden mit einem Studium an einer Studienakademie statt mit Ausrichtungen auf die Bereiche Technik, Sozialwesen und Wirtschaft. Die Studiendauer beträgt 3 Jahre: Abschluss: Diplom (BA) und neuerdings auch Bachelor.
Weiterhin gibt es für bestimmte Studiengänge spezielle Hochschulen: 14 theologische Hochschulen, 7 spezielle pädagogische Hochschulen, 30 Musikhochschulen, 17 Kunsthochschulen, 3 Filmhochschulen und die Deutsche Sporthochschule Köln.
Im künstlerischen und sportlichen Bereich sind spezielle Aufnahmeprüfungen notwendig und die Ausbildungsplätze sind wegen der hohen Nachfrage z.T. sehr begrenzt.
Im Bereich Tourismus und Gastronomie gibt es – anders als hier in Peru – nicht so viele Studienmöglichkeiten: hauptsächlich betriebswirtschaftlich orientierte Studiengänge an einigen Fachhochschulen und privaten Hochschulen.
Private Hochschulen und Privatuniversitäten sind in einer hauptsächlichen Ausrichtung auf Wirtschaftsberufe mit z.T. hohen Studiengebühren (ab 3.000Euro pro Semester) verbunden. Ausbildung und Berufschancen der Absolventen privater Hochschulen sind sehr gut.

Informationen über Studienmöglichkeiten in Deutschland:

Hier findet ihr viele wichtigen Informationen zu den Studiengängen und wie diese aufgebaut sind: in der Regel gibt es ein Grund- und Hauptstudium in fast allen Fächern:
Im Hauptstudium bestehen Möglichkeiten, sich auf fachliche Schwerpunkte zu spezialisieren und dabei ist es interessant zu erfahren, auf welche fachlichen Bereiche sich bestimmte Hochschulen speziell ausrichten:
Der Hochschulkompass bietet einen guten und übersichtlichen Zugang, klare Informationen und leitet zu den Homepages der Hochschulen weiter.
Empfehlenswert, da auch in englischer und spanischer Sprache ausführliche Informationen erfolgen.

Rankinglisten:

existieren zu zahlreichen Studienfächern an den Universitäten und z.T. Fachhochschulen:
Es gibt nicht die „beste“ Universität für ein bestimmtes Fach: generell sind deutsche Hochschulen gute Ausbildungsstätten. Es ist aber z.T. informativ, nach welchen Kriterien bestimmte Hochschulen bzw. Hochschulorte vorzuziehen sind: Es liegt im Ermessen des einzelnen Schülers, ob er ein beliebtes Fach an einer sehr besuchten Universität in einer Großstadt studieren möchte, oder aber eine kleinere Hochschule mit überschaubaren Ausbildungsmöglichkeiten vorzieht: Eine Metropole wie Berlin erfordert mehr Eigenständigkeit und Planung im Hochschulalltag, kann auch überfüllte Hörsäle bedeuten und weniger Kontakt zum Professor als eine kleinere Hochschule: im Hinblick auf die individuelle Betreuung der Studenten und die Lebenshaltungskosten sind hier z.B. zahlreiche ostdeutsche Universitäten sehr empfehlenswert. Zu beachten ist auch, inwieweit
internationale und europäische Studiengänge und Kooperationen an einer Hochschule institutionalisiert sind, (wie z.B. in Frankfurt/Oder und Saarbrücken).
Weitere Informationen beim Centrum für Hochschulentwicklung Gütersloh: